Ich bin Moritz
Ich schreibe und halte freie Trauungen in Oberösterreich.
Was mich an dem Job nicht mehr loslässt: Ich bekomme sehr tiefe Einblicke in die Geschichten von Menschen. Und wenn Liebe im Raum ist, sind Menschen ehrlich. Da fällt die Fassade weg. Das ist ein Vertrauen, das ich nicht leichtfertig nehme.
Als Sommelier hab ich gelernt: Man stellt nicht jedem dieselbe Flasche hin. Man fragt zuerst. Genauso mach ich's mit eurer Rede – Schreibstil, Sprache, Tempo richten sich nach euch. Mundart oder Hochdeutsch, beides liegt mir gleich gut.
Ihr entscheidet, was zu eurem Tag passt. Nicht nach einer Vorlage, jede Rede ist sehr persönlich auf euch abgestimmt.




Bei einer Trauung letzten Sommer war alles anders aufgebaut als ich es geplant hatte. Ich rechnete damit zu stehen, das Paar mit Blick zu den Gästen. Kurzfristig wurden die Pläne geändert. Dort stand ein Tisch, ich saß, die beiden saßen mir gegenüber, mit dem Rücken zu ihren Gästen. Nicht das, was ich vorbereitet hatte – aber es entstand dadurch eine sehr persönliche und intime Atmosphäre zwischen mir und dem Brautpaar.
Solche Sachen passieren. Ich kann damit umgehen.
Was ihr von mir nicht bekommt: Standardtexte, in die euer Name eingesetzt wird. Pathos, bei dem sich eure Gäste fremdschämen. Eine Rede, bei der nach zehn Minuten die ersten aufs Handy schauen.
Ich halte auch Trauerreden. Das klingt erst mal wie ein Widerspruch, ist aber keiner. Bei beidem geht's darum, mit Worten einem Menschenleben gerecht zu werden, ohne in Floskeln zu kippen.
Mein Werdegang
Jahrgang 1982.
Gelernt habe ich Koch und Kellner. Daraus wurde schnell mehr: Restaurantleiter, dann Diplom-Sommelier. In den Jahren danach hab ich große Weinverkostungen moderiert und Degustationen gehalten – meine ersten echten Erfahrungen mit einem Mikrofon in der Hand.
Dazu kam die Bühne auf eine andere Art: Viele Jahre stand ich mit einer Band vor Publikum. Auftritt, Timing, ein Raum voller Menschen, die zuhören – das liegt mir, und ich mach es bis heute mit Leidenschaft.
Als ich Vater wurde, hab ich Gastronomie und Weinbusiness hinter mir gelassen. Nicht, weil mir die Arbeit nicht gefallen hat. Sondern weil ich für meine Kinder da sein wollte, und die Arbeitszeiten dort das nicht hergeben.
2022 hielt ich meine erste Trauerrede, bei der Beerdigung meiner Mutter. Das Feedback war so klar, dass ich mich entschieden habe, freier Redner zu werden – mit entsprechender Ausbildung im Bereich Raumhalten, Rhetorik und als zertifizierter freier Redner.
Privat bin ich Familienmensch. Meine beiden Kinder sind 8 und 4, und sie auf ihrem Weg zu begleiten, ist das Beste an meinem Alltag. Manchmal ein gutes Glas Wein, gute Gesellschaft, und Musik, die mich schon mein Leben lang begleitet.


